Die Waldgräfin

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  • Die Waldgräfin von Dagmar Trodler



    Inhalt:



    Man schreibt das Jahr des Herrn 1066: Eigenwillig, hoch gewachsen und von unbändigem Freiheitsdrang, hadert Alienor, die Tochter desverwitweten Freigrafen zu Sassenberg in der Eifel, mit ihrem eintönigenSchicksal als Burgherrin. Ausgerechnet der weihnachtliche Almosengang in den Kerker verändert ihr Leben.



    Sie findet heraus, dass derangeblich stumme, rätselhafte Gefangene Normannisch spricht, die Sprache ihrer Mutter. Alienor erhält den "Barbaren" von ihrem Vater alsReitknecht zum Geschenk. Doch erst als der Fremde beinahe mörderischen Intrigen zum Opfer fällt und sein Leben in ihren Händen liegt, weiß Alienor, was sie will. Und ergreift ihre Chance zur Unabhängigkeit...



    Die Waldgräfin

  • Das hätte ich nicht gedacht, dass mich dieser historische Roman so berührt.


    Erst abgeschreckt, aber dennoch angefangen, bin ich in der Zeit um 1066 herum gelandet und konnte miterleben, wie es dort zu geht, zwischen Burgherren und Kirche, einer jungen Frau, deren Mutter verstorben war und die mit ihrem Vater dort auf der Burg lebt.


    Während einer Jagd wird ein Wilderer gefangen, der fast tot, aber doch noch lebendig ist und aus dem der Burgherr und sein Gefolge unbedingt seinen Namen heraus finden wollen, dazu wird er gefoltert und gequält. Nichts hilft, um nur das Geringste aus ihm heraus zu locken. Er fristet im Kerker sein Dasein, stark verwundet und gedemütigt als Mensch. Am Tag der Almosenverteilung der Burg sieht sie ihn und ist entsetzt, wie er zurichtet wurde.


    Da kommt der Herr und Vater auf die Idee, diesen Mann seiner Tochter Alienor als Sklave und Reitknecht zum Geschenk zu machen, vielleicht kitzelt sie ja aus ihm die Herkunft und noch mehr heraus, woraus dann der Burgherr weiter agieren kann. Doch auch ihr gelingt es nicht. Jedoch kommen sie sich beim Reiten näher und ihr Verbündeter, ein jüdischer Arzt nimmt sich auch seiner Wunden an.


    Später muss Hans, wie er nun genannt wird, mit einem Spähertrupp ausreiten, soll so geopfert werden während einer Maßnahme, die der Burgherr sich ausgedacht hat. Wenn er nicht wieder kommt, würde er selbst keine Hand an ihn gelegt haben und wäre sich seiner entledigt. Ohne Namen und Herkunft ist er ihm nicht mehr von Nutzen.


    So der Plan …... die Leute kommen ohne ihn wieder, doch die junge Frau Alienor wird davon unterrichtet, dass er noch lebt, abgelegt heimlich in einem Gasthaus. Sie verschwindet unbemerkt aus dem Burggelände, findet ihn schwer verwundet von einem Lanzenstich und versucht sein Leben zu retten. Es beginnt ein Kampf im Fieber, er ist geschwächt … aber er überlebt. Während dessen wird er von den Zurückkehrenden für tot erklärt.


    Das nun Folgende ist ein Odyssee der beiden, wie sie sich durch den Wald schlagen, fliehen, mit einer Kräuterfrau konfrontiert werden, die ihm hilft, auch sie, Alienor, brennt die Wunde aus, verbindet ihn, schlägt sich mit ihm durch, ohne zu Wissen, was der Tag bringen mag. Sie werden verraten, aufgespürt, durch die Gegend gejagt, immer auf der Flucht vor den Häschern, dem Abt, der Jünger, die seinen Tod wollen und sie ebenso jagen.


    Später wird es noch schlimmer. Angekommen im Kloster wird er zuerst fortgejagt, erst ihr Flehen bewirkt, dass er aufgenommen werden kann, versorgt, gepflegt. Bei einer erneuten Flucht während eines Unwetters brennt die Kirche und ab da nimmt das Ganze noch einen weiteren unheilvollen Verlauf ..


    Sie ist hin und hergerissen zwischen einem Leben auf der Burg, Entbehrungen, Fasten, ihrer kranken Schwester, ihrem Geliebten, den keiner sehen und niemand von ihm wissen darf. Im weiteren Verlauf wird ihrem Leben später eine ganz andere Richtung gegeben, die Herkunft von Hans, der so nicht heißt, offenbart sich ihr und es tun sich Möglichkeiten auf, über die sie sich klar werden muss, aber er muss erst einmal fliehen auf Nimmerwiedersehen.


    Unmöglich, hier alles, was innerhalb von 587 Seiten passiert, aufzuschreiben oder darzulegen. Die Ereignisse überschlagen sich, die Kirchenleute beraumen eine Gottesprüfung für sie an, ob Alienor geschändet wurde, während der Bräutigam in Spe schon da ist, den sie nicht mag und der nur darauf aus ist, mit ihrem Vater Ländereien zusammen zu legen und Thronfolger zu zeugen.



    Am Tag der Beerdigung ihrer Schwester wird sie mit einem alten Apostel konfrontiert, der ihr nicht fremd erscheint.... Was hält das Leben noch für Alienor bereit?



    ..


    Das Buch hat mich – obwohl in der alten Zeit spielend – sehr gefesselt. Das Leben der jungen Frau Alienor hat mich in den Bann gezogen und nicht wieder losgelassen. Sie und auch Hans, der so nicht heißt, müssen viel ertragen, werden gedemütigt, gejagt, bedroht, beschimpft und vor allem sie wird Prüfungen unterzogen, die fast unerträgtlich sind, während er sich verzehrt nach ihr – beide unabhängig voneinander -


    ...dabei ist er doch von weit her der Sohn eines Königs !!!!!



    Mittlerweile habe ich in Erfahrung gebracht, dass es noch zwei weitere Bände von der „Waldgräfin“Alienor gibt …. medimops lässt grüßen …. ich werde das Leben von den beiden weiter verfolgen …

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